Heißt Karenzurlaub die Lösung? Frau Glawischnig jammert über die Doppelbelastung Beruf-Familie. Sie bekommt demnächst ihr 2. Kind, will aber nicht in Karenzurlaub gehen. Die Karriere ist wichtiger als ihre Mutterrolle.

Ganz genderkonform, demnach Geschlecht und Familie keine Rolle spielen dürfen. Das Mitleid der meisten Menschen mit der gestressten Frau Glawischnig hält sich aber in engen Grenzen, denn im Gegensatz zu vielen anderen Frauen muss sie jetzt nicht arbeiten, um überleben zu können, sondern sie macht es um der Karriere willen und – wie manche Damen so gerne stolz von sich geben – zur Selbstverwirklichung.

Eine Babypause könnte einen Knick in der Karriere bedeuten – und das wollen gewissen Damen nicht riskieren. Auf ihren Posten warten schon andere, die jedes Familienleben der Karriere opfern oder die anders veranlagt sind. Im Prinzip sind das arme Menschen, noch mehr Mitleid als mit solch armen Frauen habe ich aber mit den Kindern, deren Eltern keine Zeit für sie hatten – ganz besonders wenn es dafür keine existenziellen Gründe gab.

Eine Putzfrau und ein Kindermädchen wird sich die grüne Kämpferin bei ihrem Einkommen bestimmt leisten können.

Stephan Pestitschenk aus Strasshof

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